Durch die außergewöhnliche Besetzung und die jeweils unverkennbare Spielweise der vier Individualisten auf Augenhöhe eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten im musikalischen Ausdruck. Jedes Quartett-Mitglied komponiert für die Band und in den Proben werden die Stücke gemeinsam mit Liebe fürs Detail ausgearbeitet. So verfügt das Quartett inzwischen über ein vielfältiges Repertoire energiegeladener, kontrastreicher und virtuoser Eigenkompositionen und neue entstehen in einem regelmäßigen künstlerischen Flow. Dabei spielt die Improvisation im SOUNDRISE QUARTET eine wichtige Rolle, wobei die vier musikalischen Grenzgänger Räume ausloten, die fließend an Jazz, Weltmusik, klassische Moderne u.a. erinnern und doch letztendlich nicht mit Worten definiert, sondern nur erlebt werden können. Gemeinsam entsteht dann dieses Einzigartige, das sich mehr als die Summe seiner Teile anhört – stets mit dem Anspruch, klassische Klang-Variabilität mit jazzigem Groove in Einklang zu bringen und Freiheitsmomente zu zelebrieren.
Das Publikum
ist eingeladen, mit auf musikalische Reisen durch die Welten
des SOUNDRISE QUARTET zu gehen und darf sich auf unvergessliche
Musik-Erlebnisse freuen.
Stephanie
Lepp geht mit ihrem ausdrucksstarken Flötenspiel auf Querflöte,
Altflöte und Bansuri einen außergewöhnlichen Weg. Als Tochter
des Komponisten Gunter Lepp in einem musikalischen Haus
aufgewachsen, spielt die Musik schon immer eine große Rolle in
ihrem Leben. Sie wurde Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert
und das darauffolgende klassische Querflöten-Studium an der
Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Robert Winn legte
die technischen Grundlagen für ihre Virtuosität. Sie war
außerdem langjährige Stipendiatin bei „Yehudi Menuhin - Live
Music Now Köln“ und weitere Studien führten sie zu Mario Caroli
nach Strasbourg. Bis heute bildet sie sich im Bereich
Improvisation und Komposition weiter, stets auf der Suche nach
einem tieferen musikalischen Ausdruck ihrer eigenen
Kreativität. Ein jahrelanges, intensives Studium der
Nordindischen Bambusflöte Bansuri bei Dinesh Mishra von
2010-2022 sowie die aktive Teilnahme an einem sehr
inspirierenden Meisterkurs der Bansuri-Legende Pandit
Hariprasad Chaurasia 2017 in Bremen, ermöglichen es ihr heute,
mit ihrem Querflötenspiel eine Brücke zwischen Ost und West zu
schlagen.
Zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Größen wie Markus
Stockhausen, Jorge Pardo, Randy Brecker, Trilok Gurtu, Hanif
Khan und Karl Berger gaben ihr wegweisende künstlerische
Impulse. Mit einer ihrer Kompositionen samt Solo-Performance
war sie für den renommierten Gaudeamus-Music Prize Amsterdam
nominiert. Gemeinsam mit dem Cellisten Levan Andria gründete
sie 2019 das „Duo Flying Tree“. Zahlreiche Konzerte im In- und
Ausland führten sie quer durch Europa. Außerdem ist sie
gemeinsam mit ihrer Schwester Agnes Lepp Mitglied im Projekt
LEPP LIVE.
Neben ihrer Konzerttätigkeit gibt sie ihre reichen Erfahrungen
weiter und wirkt als Flötenlehrerin und Dozentin für
Improvisation. Sie ist als Solistin und Komponistin in
kreativen Ensembles tätig und fasziniert durch ihre
unvergleichliche Spielweise.
Levan Andria
ist mit seinem kreativen Cellospiel auf einem ganz eigenen
innovativen Weg und fungiert als Entdecker und Abenteurer neuer
Klangwelten auf seinem Instrument. In einem klassischen
Musikerhaus aufgewachsen, beginnt er mit 7 Jahren Cello zu
spielen, wird später Solocellist im Landesjugendorchester
Baden-Württemberg und mehrmaliger erster Bundespreisträger des
Wettbewerbs „Jugend musiziert“.
Ab seinem 15. Lebensjahr lernt er, zuerst als Vorstudent, dann
als Student, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Stuttgart bei Prof. Conradin Brotbek, der sein prägendster
Cellolehrer wird und in ihm die schon lodernde Begeisterung der
Musik vollständig entfacht. Dieses innere Feuer wird fortan
sein Kompass und führt ihn über die Klassik hinaus zur
Improvisation, die seine große Leidenschaft ist. So vertieft er
beim georgischen Gitarristen Zaza Miminoshvili diverse
Weltmusikstile und besucht inspirierende Meisterkurse u. a. bei
Karl Berger und Randy Brecker. Bei dem indischen Flötisten
Dinesh Mishra nimmt Levan Andria über 5 Jahren hinweg
Unterricht in Improvisation und indischer klassischer Musik.
Prägend ist außerdem die musikalische Zusammenarbeit mit dem
Trompeter Markus Stockhausen, in dessen „Markus Stockhausen
Group“ er immer wieder als Gast spielte.
Levan Andria ist als freier kreativer Cellist, Komponist und
Cellolehrer tätig und konzertiert mit seinen eigenen Projekten,
wie dem “Duo Flying Tree“, SOUNDRISE QUARTET etc. sowie als
Solist im In- und Ausland, was ihn bereits durch ganz Europa,
über Georgien bis China geführt hat. Obwohl in der Klassik
wurzelnd, bewegt sich Levan Andria mit seinem Cello heute
fließend zwischen Stilen, wie Jazz, orientalischer Musik etc.
und entwickelt daraus fortwährend seinen ganz eigenen
Ausdruck.
Kurt Fuhrmann navigiert wie ein
klanglicher Alchemist mühelos durch musikalische Landschaften.
Er verbindet dabei Elemente improvisierter Musik, Klassik,
Weltmusik und Pop und besticht durch seine genreübergreifende
Vielseitigkeit. Schon als Kind, inspiriert von der
Plattensammlung seines Vaters, sang und trommelte er begeistert
mit. Zusätzlich zu privatem Klavier- und Schlagzeugunterricht
legte der Musikzug des Goethe-Gymnasiums dann den Grundstein
für sein vielseitiges musikalisches Interesse: Er sang im
Schulchor, spielte Pauke im Orchester und war Drummer der
renommierten Big-Band.
An der Hochschule für Musik und Tanz
Köln studierte er Jazz-Schlagzeug, geprägt von Lehrern wie
Keith Copeland, Dieter Manderscheid und Paulo Álvares, stets
auf der Suche nach Erweiterungen seiner klanglichen Welt. Seine
Begeisterung für außergewöhnliche Klangfarben und
Percussioninstrumente führte ihn zu Flamenco und Balkanmusik,
und ein DAAD-Stipendium ermöglichte ihm ein Studium
südindischer Kunstmusik in Chennai, das seine Klangwelt um
komplexe Rhythmen und Klangfarben bereicherte. Als
freischaffender Musiker und Komponist ist Fuhrmann in einer
beeindruckenden Bandbreite aktiv. Er arbeitet genreübergreifend
und kooperiert mit Medienkünstlern (etwa Tessa Knapp),
Improvisationskünstlern (etwa Achim Tang) und er wirkt zusammen
mit klassischen Musikern wie dem "Duo Joncol" oder der
Mezzo-Sopranistin Dalia Schaechter. Sein vielseitiges
Schlagzeug- und Keyboardspiel sowie seine kompositorischen
Beiträge hinterlassen bleibenden Eindruck in
Theaterproduktionen, etwa im Theater im Bauturm, und in Bands
wie „Alpentines" oder „The Kasper Collusion". Sein
kürzlich im eigenen kleinen Tonstudio fertiggestelltes
Solo-Album zeigt ihn als Sänger, Komponist, Keyboarder und
Schlagzeuger, der neue Klangräume voller Tiefgang und
Experimentierfreude eröffnet. Parallel engagiert er sich
leidenschaftlich für barrierefreie Musikprojekte und für
musikalische Partizipation in Bildung und
Gesellschaft.
Marko Mrdja erschafft durch seine
einfühlsame Klavierkunst neue und intensive Klangwelten. Mit
jeder Berührung der Tasten haucht er dem Klang Leben ein. Im
Alter von 7 Jahren begann er seine musikalische Reise beim
serbischen Professor Zoran Petrovic, wo er die Wurzeln der
serbischen Volksmusik erlernte. Inspiriert von Mozart
komponierte er bereits mit 9 Jahren erste Klavierwerke und
vertiefte sich bald in das klassische Repertoire – besonders in
die Werke von Chopin und Debussy unter der Anleitung von Felix
Romankiewicz. 2016
erhielt er den Bundespreis „Jugend Komponiert“, bei dem seine
Komposition „Bebelstraße 79“ an der Musikhochschule Frankfurt
uraufgeführt wurde. Sein Studium bei Prof. Marco Stroppa an der
Hochschule für Musik und Darstellender Kunst Stuttgart
vertiefte sein Verständnis von Komposition und elektronischer
Musik, während er durch die Akademie des renommierten
georgischen Gitarristen Zaza Miminoshvilli seine Fähigkeiten in
Improvisation ausbaute und bei Dozenten wie Markus Stockhausen,
Randy Brecker und Dinesh Mishra sein Wissen vertiefte. Bei
Mishra lernte er gezielt Improvisation und
Komposition.
Parallel zur klassischen Ausbildung entdeckte er die elektronische Musikproduktion und gründete mit Laima Adelaide und Nils Edte das Label Predawn Records, unter dem er als TAMA elektronische Produktionen veröffentlicht und Live-Sets performt – zuletzt als Preisträger des Festivals Expedition: POP & SOUNDS. Als Pianist des SOUNDRISE QUARTET verbindet Marko südosteuropäische Melodien mit zeitgenössischen Klängen. Seine Kompositionen sind geprägt von seiner Herkunft, deren rhythmisch-melodischer Stil seine außergewöhnliche Klangsprache formt.